TrainingspläneAusdauer & Conditioning
Trainingspläne

Ausdauer und Conditioning Trainingspläne

Wähle 2–4 Ausdauer- und Conditioning-Einheiten pro Woche, verstehe Intensität mit RPE und Talk Test und kombiniere sie sinnvoll mit deinem Krafttraining.

Ziel dieser Ausdauerprogramme

Ausdauer- und Conditioning-Einheiten ergänzen dein Krafttraining, verbessern deine Belastbarkeit im Alltag und unterstützen Ziele wie Fettverlust, Herz-Kreislauf-Gesundheit und Erholung zwischen Sätzen.

Der Fokus liegt auf wenigen, klar strukturierten Einheiten pro Woche, die sich realistisch in deinen Alltag und vorhandene Kraftpläne einfügen.

Diese Seite hilft dir, aus der Plan-Bibliothek passende Ausdauerprogramme auszuwählen, die Intensität richtig zu steuern und sie sinnvoll mit deinem Krafttraining zu kombinieren.

Wie oft pro Woche trainieren?

Starte mit einem klaren Rahmen für 2–4 Ausdauer-/Conditioning-Einheiten pro Woche, abhängig von Trainingsziel und Belastbarkeit.

Empfehlung nach Ziel

  • Muskelaufbau im Fokus
    2 Einheiten/Woche, kürzer und moderat, eher steady state oder lockere Intervalle.

  • Fettverlust im Fokus
    3–4 Einheiten/Woche, Mischung aus steady state und Intervallen/Conditioning, angepasst an Kaloriendefizit.

  • Allgemeine Gesundheit/Fitness
    2–3 Einheiten/Woche, primär steady state, gelegentlich Intervalle für Abwechslung.

Wenn du unsicher bist, starte mit 2 Einheiten/Woche, beobachte Energie, Schlaf, Muskelkater und steigere erst dann schrittweise.

In drei Schritten zu deinem Ausdauer-Setup

Rahmen festlegen (Wochenstruktur)

Lege zuerst fest, wie viele Tage pro Woche du insgesamt trainierst und an welchen Tagen du bereits Krafttraining machst.

  • Trainingshistorie realistisch einschätzen: Was hast du die letzten 4–6 Wochen tatsächlich geschafft?
  • Fixe Tage für Krafttraining markieren.
  • 1–2 Puffer-Tage pro Woche als echte Ruhetage/leichte Bewegung lassen.

Ziel: Du weißt, wie viele Slots für Ausdauer/Conditioning realistisch übrig bleiben (meist 2–4).

Form der Ausdauer wählen

Entscheide, welche Form von Ausdauer für dich im Vordergrund stehen soll:

  • Steady State: Gleichmäßiges Tempo über 20–45 Minuten.
  • Intervalle: Wechsel aus Belastung und Pause, time-efficient, etwas höherer Fokus.
  • Conditioning Circuits: Kraft-/Körpergewichtsübungen im Zirkel, fordernd, „gym-like“.

Im nächsten Abschnitt findest du alle drei Varianten im Vergleich mit Beispielen.

Wochenplan mit Krafttraining kombinieren

Lege fest, an welchen Tagen du Ausdauer mit Krafttraining kombinierst und wo du sie trennst.

  • Wenn du 3–4 Krafttage hast, nutze:
    • 1–2 Tage: Ausdauer am gleichen Tag nach dem Krafttraining
    • 1–2 Tage: Kurze, eigenständige Ausdauereinheiten oder aktive Regeneration.
  • Wenn du 2 Krafttage hast, kannst du:
    • 2–3 zusätzliche Tage für Ausdauer nutzen
    • 1 Tag komplett freilassen.

Signal, dass der Plan passt: Du kommst durch die Woche, ohne dauerhaft erschöpft zu sein, und dein Krafttraining leidet nicht deutlich.

Intensitätssteuerung: RPE und Talk Test

Steuere deine Ausdauer-Einheiten nicht nur über Tempo oder Watt, sondern über RPE (Rate of Perceived Exertion) und den Talk Test.

RPE grob erklärt

  • RPE 3–4/10: Sehr locker, du könntest so 60 Minuten+ durchhalten, Atmung deutlich erhöht, aber kontrolliert.
  • RPE 5–6/10: Moderat, angenehm anstrengend, du könntest 30–45 Minuten halten.
  • RPE 7–8/10: Hart, du fokussierst dich klar auf die Belastung, 10–20 Minuten Netto-Belastung sind realistisch.

Talk Test

Der Talk Test ist eine einfache Alltagsskala:

  • „Sätze möglich“: Du kannst in vollen Sätzen sprechen → eher RPE 3–4 (Steady State Bereich).
  • „Kurze Sätze“: 3–5 Worte gehen, du musst dann nach Luft holen → eher RPE 5–6.
  • „Einzelne Worte“: Du schaffst nur einzelne Worte zwischen Atemzügen → eher RPE 7–8 (für Intervalle/Spitzen).

Nutze eine Kombination aus RPE und Talk Test, um deine Ausdauer-Einheiten zu steuern, statt starr an Pace-Zeiten oder Gerätenummern zu hängen.

Ausdauerformen im Vergleich

Wähle hier die Variante, die am besten zu deinem Ziel, deinem Equipment und deiner aktuellen Belastbarkeit passt. Du kannst die Formen auch innerhalb der Woche mischen.

Steady State meint gleichmäßige, durchgehende Belastung im moderaten Bereich (RPE 3–5, Talk Test: Sätze möglich).

Einsatz:

  • Basis-Ausdauer aufbauen oder erhalten
  • Unterstützend bei Fettverlust (v. a. im Kaloriendefizit)
  • Aktive Regeneration zwischen schweren Krafttagen

Typische Dauer pro Einheit:

  • Anfänger: 15–25 Minuten
  • Fortgeschritten: 25–45 Minuten

Beispiele:

  • Zügiges Gehen draußen oder auf dem Laufband
  • Leichtes Joggen
  • Radfahren oder Crosstrainer mit gleichbleibender Intensität

Starte eher zu locker als zu hart. Wenn du nach 10 Minuten schon das Gefühl hast, dass es „sehr anstrengend“ ist, senke Tempo oder Widerstand, bis Sprechen in Sätzen wieder möglich ist.

Beispiele für Wochenpläne mit Krafttraining

3 Krafttage + 2 Ausdauertage (Muskelaufbau im Fokus)

  • Mo: Kraft (Unterkörper) + 15–20 Minuten Steady State (RPE 3–4)
  • Di: frei oder Spaziergang
  • Mi: Kraft (Oberkörper)
  • Do: 20–25 Minuten Steady State (RPE 4–5)
  • Fr: Kraft (Ganzkörper/Hypertrophie)
  • Sa: frei oder aktive Regeneration
  • So: frei

3 Krafttage + 3 Ausdauertage (Fettverlust im Fokus)

  • Mo: Kraft + 15–20 Minuten Steady State
  • Di: 20–25 Minuten Intervalle (z. B. 8 × 30/90 Sekunden)
  • Mi: frei oder lockere Bewegung
  • Do: Kraft
  • Fr: 25–35 Minuten Steady State (RPE 4)
  • Sa: Kraft (eher moderat)
  • So: frei

2 Krafttage + 3 Ausdauertage (Allgemeine Fitness)

  • Mo: Kraft
  • Di: 20–30 Minuten Steady State
  • Mi: frei
  • Do: Kraft
  • Fr: 20 Minuten Intervall (moderate Intervalle, kein Maximalballern)
  • Sa: 30–40 Minuten lockere Bewegung (Spaziergang, Rad)
  • So: frei

Wenn du bereits einen festen Plan aus der Plan-Bibliothek nutzt, orientiere dich zuerst an dessen Struktur und füge Ausdauer-Einheiten an kraftärmeren oder freien Tagen an.

Sicherheit und Gesundheit

Cardio- und Conditioning-Training ist anstrengend und belastet Herz-Kreislauf-System und Bewegungsapparat. Diese Inhalte ersetzen keine ärztliche Untersuchung oder Therapie.

  • Wenn du Vorerkrankungen am Herzen, an Gefäßen, Gelenken, Lunge oder Stoffwechsel hast oder Medikamente einnimmst, kläre geplante Ausdauersteigerungen vorher mit medizinischem Fachpersonal.
  • Brich eine Einheit ab, wenn du ungewöhnliche Brustschmerzen, starke Luftnot, Schwindel, Sehstörungen oder Druck im Kopf bemerkst, und suche im Zweifel akut medizinische Hilfe.
  • Steigere Umfang und Intensität schrittweise: pro Woche entweder etwas länger oder etwas härter, selten beides gleichzeitig.

Häufige Fragen (FAQ)