Ganzkörper Trainingspläne
Wähle einen passenden Ganzkörperplan (2x oder 3x pro Woche), richte deine Einheit strukturiert ein und nutze eine einfache, klare Progression.
Ganzkörper: der einfache Standard für deinen Einstieg
Ganzkörperpläne trainieren in jeder Einheit den gesamten Körper mit Fokus auf Grundübungen, sauberer Technik und kontrollierten Bewegungen. Sie eignen sich besonders für Einsteiger, Wiedereinsteiger und alle mit wenig Zeit.
Wenn du unsicher bist, womit du starten sollst, wähle einen Ganzkörperplan. Du bekommst alle großen Muskelgruppen abgedeckt und kannst dein Trainingsvolumen später leicht erhöhen.
So verwendest du die Ganzkörperpläne
Der Ablauf ist in allen Vorlagen gleich: Du suchst dir einen Plan (2x oder 3x pro Woche), füllst ihn mit Übungen aus dem Übungskatalog und folgst einer einfachen Progression.
Trainingsfrequenz festlegen
Wähle realistisch: Wie oft kannst du in den nächsten 4–6 Wochen konstant trainieren, ohne dich zu überfordern?
- 2x/Woche: Wenn dein Alltag voll ist, du gerade erst startest oder du eher regenerationssensibel bist.
- 3x/Woche: Wenn du Erfahrung hast oder mittelfristig mehr Fortschritt beim Muskelaufbau willst.
Treffe hier eine ehrliche Entscheidung – konstante 2 Einheiten sind besser als drei geplante, von denen du regelmäßig eine ausfallen lässt.
Planvorlage wählen
Nutze die passende Ganzkörper-Vorlage unten:
- 2x/Woche: Einheit A und B, die sich abwechseln.
- 3x/Woche: Einheit A, B und C, meist Mo–Mi–Fr oder Di–Do–Sa.
Merke dir: Jede Einheit enthält Unterkörper, Oberkörper und Core. Die Reihenfolge bleibt grundsätzlich gleich, auch wenn du später Übungen austauschst.
Übungen aus dem Übungskatalog auswählen
Fülle die Planstruktur mit konkreten Übungen aus dem Übungskatalog.
Orientiere dich an diesen Kategorien:
- Unterkörper: Kniebeugen-Varianten, Hüftbeugen/Hinge, Ausfallschritt-Varianten
- Oberkörper drücken: Horizontal (z. B. Bankdrücken), vertikal (z. B. Schulterdrücken)
- Oberkörper ziehen: Horizontal (Rudern), vertikal (Klimmzüge/Latziehen)
- Core: Anti-Rotation, Anti-Extension, Hüftbeuger/Glute Fokus
Pro Kategorie reicht meist eine Hauptübung pro Einheit, ggf. ergänzt um 1–2 Assistenzübungen.
Sätze, Wiederholungen und RPE festlegen
Richte dich nach deinem Coaching-Feedback oder nutze als Standard:
- Sätze: 2–4 Sätze pro Übung
- Wiederholungen: 6–12 bei den meisten Kraftübungen, 10–15 bei Isolation/Core
- Anstrengung: RPE 7–9 bzw. 1–3 Reps-in-Reserve
Details zu RPE findest du im Guide zu RPE/RIR.
Progression planen
Halte die Progression bewusst einfach:
- Starte mit einem Gewicht, das sich im Ziel-Wiederholungsbereich bei RPE 7–8 anfühlt.
- Steigere pro Woche: Entweder etwas Gewicht (z. B. 2,5 kg) oder 1–2 Wiederholungen pro Satz.
- Bleibe im vorgegebenen Wiederholungsbereich und nähere dich langsam RPE 9.
Wenn du mehrere Wochen gar nicht steigern kannst, prüfe zuerst Technik, Schlaf, Stress und Ernährung, bevor du den Plan komplett änderst.
Trainiere sauber, nicht heroisch: Stoppe bei stechendem Schmerz, halte Positionen stabil und bewege die Last kontrolliert. Nutze die Hinweise zu Setup, Cues, Fehlern und Varianten auf den Übungsseiten, um deine Technik gezielt zu verbessern.
Planvorlagen: 2x/Woche vs. 3x/Woche
Wähle zuerst die Vorlage, die zu deinem Alltag passt. Die Inhalte sind Beispiele für eine sinnvolle Struktur – dein Coach passt die konkreten Übungen im Zweifel mit dir an.
Ganzkörper 2x/Woche
Ideal, wenn du wenig Zeit hast, lieber seltener aber fokussiert trainierst oder nach einer Pause wieder einsteigst.
Ganzkörper 3x/Woche
Geeignet, wenn du regelmäßig trainieren kannst, etwas Trainingserfahrung mitbringst und mehr Volumen verträgst.
Ganzkörper 2x/Woche
Die 2er-Vorlage nutzt zwei Einheiten (A und B), die du im Wechsel trainierst, z. B.:
- Woche 1: A – B – Pause
- Woche 2: A – B – Pause
Struktur Einheit A (Beispiel)
- Unterkörper Schwerpunkt Kniebeuge
- Oberkörper drücken horizontal
- Oberkörper ziehen vertikal
- Unterkörper posterior (Hüftbeuge/Hinge) leicht
- Core
Mögliche Übungsauswahl:
- Kniebeugen-Variante (z. B. Goblet Squat, Frontkniebeuge)
- Bankdrück-Variante (z. B. Kurzhantelbankdrücken)
- Latzug oder Klimmzüge
- Rumänisches Kreuzheben leicht oder Hip Hinge-Variante
- Core-Übung (z. B. Planks, Dead Bug)
Struktur Einheit B (Beispiel)
- Unterkörper Schwerpunkt Hinge
- Oberkörper drücken vertikal
- Oberkörper ziehen horizontal
- Unterkörper unilateral (Ausfallschritt/Step-up)
- Core
Mögliche Übungsauswahl:
- Hinge-Variante (z. B. rumänisches Kreuzheben, Hip Thrust)
- Schulterdrück-Variante (z. B. Kurzhantel-Schulterdrücken)
- Ruder-Variante (z. B. Kabelrudern, Langhantelrudern)
- Ausfallschritt- oder Split-Squat-Variante
- Core-Übung (z. B. Pallof Press, Side Plank)
Halte die Struktur konstant und ändere bei Bedarf zuerst Übungsvarianten (z. B. Goblet Squat → Frontkniebeuge), nicht direkt Sätze und Wiederholungen. So bleibt dein Plan übersichtlich und du kannst Fortschritte klarer erkennen.
Ganzkörper 3x/Woche
Die 3er-Vorlage nutzt drei Einheiten (A, B und C). Typische Wochenverteilung:
- Mo: Einheit A
- Mi: Einheit B
- Fr: Einheit C
Oder an deine Woche angepasst mit mindestens einem Pausentag zwischen den Einheiten.
Struktur Einheit A (schwer, Unterkörper Fokus)
- Unterkörper schwer (Kniebeuge oder Hinge)
- Oberkörper drücken horizontal
- Oberkörper ziehen vertikal
- Core
Struktur Einheit B (mittel, Oberkörper Fokus)
- Oberkörper drücken vertikal
- Oberkörper ziehen horizontal
- Unterkörper mittel (andere Variante als A)
- Core/Isolationsübungen (z. B. Bizeps/Trizeps)
Struktur Einheit C (leicht/mittel, Balance & Technik)
- Unterkörper leichter/unilateral (z. B. Split Squats, Step-ups)
- Oberkörper ziehen/drücken variabel (Variante, die in A/B nicht vorkam)
- Core mit Fokus Stabilität/Rotation
- Optional: kurzes Conditioning (z. B. 8–10 min moderates Cardio)
Nutze A eher für deine schwersten Unterkörper-Sätze, B für Oberkörper-Schwerpunkte und C für Technik, einseitige Übungen und das Sammeln von zusätzlichem, aber moderatem Volumen.
Einfache Progression für beide Vorlagen
Orientiere dich an einem klaren, wiederholbaren Schema. Du musst dafür nichts nachrechnen, sondern nur deine Trainingsdokumentation kurz ergänzen.
Standard-Progression (Gewicht oder Wiederholungen)
Verwende pro Übung:
- Einen Zielbereich, z. B. 3 Sätze × 8–10 Wiederholungen
- Einen RPE-Bereich, z. b. 7–9
Steigere so:
- Bleibst du unterhalb des oberen Wiederholungsbereichs (z. B. 8–9), erhöhe in der nächsten Einheit die Wiederholungen, bis du alle Sätze am oberen Ende triffst.
- Schaffst du in allen Sätzen die oberste Wiederholungszahl mit RPE ≤ 9, erhöhe das Gewicht beim nächsten Training leicht (z. B. +2,5 kg).
- Fällt die Leistung deutlich ab oder du bist bei RPE 9–10 und trotzdem unter der Zielwiederholung, behalte das Gewicht bei oder reduziere minimal, bis du wieder im vorgesehenen Bereich bist.
Sieh kleine Steigerungen als Erfolg: +1 Wiederholung in einem Satz oder +2,5 kg alle 1–2 Wochen sind für viele Übungen ein guter Fortschritt – besonders, wenn Technik und Bewegungsqualität stabil bleiben.
FAQ zu Ganzkörperplänen
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